Dieses Jahr willst du wirklich abnehmen. Lernen zu meditieren. Deine Mutter öfter anrufen. Und natürlich die Zigaretten für immer aufgeben, nachdem nun auch in österreichischen Lokalen das Rauchen endgültig verboten wurde.

Was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen?

Gerade zu Jahresbeginn fassen Viele von uns begeistert gute Vorsätze mit der festen Absicht, dass ab 1. Jänner einiges endlich anders werden soll. Untersuchungen zeigen, dass nur etwa 8% sie auch umsetzen.  (Und jene, die nicht scheitern, sind vermutlich die, die es gleich beim guten Vorsatz belassen und erst gar nicht versuchen, ihn umzusetzen)

Übrigens: Geld zu sparen gehört zu den Top 5 der Neujahrsvorsätze - und auch zu den Top 5 der am häufigsten gescheiterten Vorsätze. Sich gesünder zu ernähren und mehr Sport zu machen ebenfalls.

Jedes Jahr zu Jahresbeginn steigt tatsächlich die Nachfrage nach Ernährungsberatung und Diätpillen. Auch die Fitnessstudios freuen sich am Jahresanfang über neuen Zulauf. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, ist der Frust bei diesen Vorsätzen meistens vorprogrammiert. Denn kaum einer von uns bleibt dauerhaft am Ball.

Oder gehörst du zu der Gruppe von Personen, die sich davor scheuen, überhaupt einen Vorsatz zu fassen? So wie ich (Marie)? Du willst wissen warum? Der Grund ist, dass ich es schon öfter versucht, aber die Umsetzung nicht geschafft habe. Immer wieder nehme ich mir im alten Jahr vor, meine Kleidergröße im neuen Jahr um 1 ½ Nummern zu reduzieren, weil die kleinen Tierchen namens Kalorien nachts gerne meine Klamotten enger nähen. Und immer wieder bin ich gescheitert. 

Neujahrsvorsätze können also Jahr für Jahr zu Misserfolgen führen. Zu persönlichem Versagen. Statt der ursprünglichen Begeisterung bleiben dann Frust, Ärger über sich selbst und miese Gefühle.


Ein Datum alleine kann kaum ausreichend Motivation dafür sein, das eigene Leben auf den Kopf zu stellen. Liebgewordene Verhaltensweisen zu verändern. Zugegeben, so ein Jahresanfang hat schon einen gewissen Zauber in sich. Der Bruch mit dem Alten, der Beginn von etwas Neuem, Unbekannten, Besseren. Aber das alleine reicht einfach nicht. Um dauerhafte Veränderungen herbeizuführen, braucht es vor allem Willenskraft und Motivation, die von innen kommt.

Wir können unsere Gewohnheiten nicht so einfach ändern, weil unser menschliches Gehirn nach Routine verlangt und sich Veränderungen widersetzt. Am Ende ist es entmutigend zu versuchen, Dinge anders zu machen, nur um wieder in alte Muster zurückzukehren. Und dann bestrafen wir uns auch noch mit einer ordentlichen Portion Selbstkritik. Statt uns selbst gegenüber verständnisvoll und mitfühlend zu sein und uns zu verzeihen.

Also: Warum scheitern wir so oft an unseren Vorsätzen?

Ein Grund dafür ist, dass wir uns tendenziell Ziele setzen und Lösungen wählen, die von Natur aus NICHT lohnend genug sind.

Ziele erfordern unermüdliche Arbeit. Wenn also die bestehende Situation akzeptabel ist und wir zu wenig „Leidensdruck“ haben – oder wenn die Aussicht auf die Zielerreichung uns nicht genug motiviert und begeistert, halten wir diese unermüdliche Arbeit nicht durch.

Zahlt es sich wirklich aus für ein paar Kilo weniger mehrmals die Woche zu schwitzen? Sich mit einem Muskelkater die Stiegen zur Wohnung raufzuquälen? Die Ernährung, Essenszeiten und –gewohnheiten dauerhaft umzustellen? Alleine bei dem Gedanken greif ich gleich nach meinen Lieblingskeksen, die ich zufrieden mit einem guten Buch gemütlich auf der Couch lümmelnd, verdrücke. 

Die Lösung ist ganz einfach: Setze dir ein lohnendes Ziel.


Überlege dir genau, welche Vorteile du hast, wenn du zum Beispiel mit dem Rauchen aufhörst. Auch hier spricht Marie aus eigener Erfahrung:

Denk daran, was du alles mit dem vielen Geld machen wirst, das dir bleibt. Wie es ist, wenn du viel mehr riechst und das Essen besser schmeckst. Dass du wieder richtig atmen kannst und Luft bekommst und nicht mehr von Husten und Bronchitis geplagt wirst. Dass du länger lebst (!), weil sich deine Lunge in einigen Jahren komplett regeneriert haben. Dass du ein gesundes Leben führen wirst.  

Das kannst du tun:

  • Finde heraus, warum du diese Sache tun möchtest und liste alle Gründe schriftlich auf.
  • Stell dir dann genau vor, wie du dich fühlen wirst, wenn du dein Ziel erreicht hast.

Auch wenn wir uns alle gerne als vernünftige Menschen betrachten, motiviert uns Logik nicht annähernd so sehr wie positive Emotionen. Warum? Weil wir lieber das tun, was sich gut anfühlt, und vermeiden, was sich schlecht anfühlt. Das bedeutet: Wir halten Verhaltensänderungen länger durch, wenn wir auf etwas abzielen, das uns gute Gefühle bereitet.

Also, was wünschst du fürs neue Jahr? Einen besser bezahlten Job? Ein profitableres Business? Einen Marathon laufen? Bessere Beziehungen? Weniger Stress? Was auch immer es ist, du kannst es erreichen. Konzentriere dich auf dein Ziel und halte durch!

Wir wünschen dir, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen.

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